Stadträume - Weimar in der Region

Digitaler Vortrag am 15.09.2012, 18 Uhr

Eine entzauberte Welt? Religion und Milieu in der stadtgeschichtlichen Spurensuche

Gemeinsam mit dem Jülicher Geschichtsverein 1923 e.V. und dem Opladener Geschichtsverein von 1979 e.V. Leverkusen lädt das LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte am 15. September 2021 zum nächsten Vortrag der virtuellen Vortragsreihe „StadtRäume. Weimar in der Region“.

Das Ende des Ersten Weltkrieges und der Zusammenbruch der Monarchie gilt für die religiöse Entwicklung in Deutschland als Wendepunkt. Die Weimarer Reichsverfassung beendete althergebrachte Traditionen und schwemmte alte Rechtstitel hinweg. Die Trennung von Staat und Kirche, zunehmende Rationalisierungs- und Säkularisierungsprozesse stellten die Religionsgemeinschaften vor große Herausforderungen, boten aber auch neue Potentiale. Trotz durchaus vorhandener Identitätskrisen innerhalb religiöser Milieus wurden die Weimarer Jahre für große Teile des religiösen Lebens in Deutschland zu einer Zeit des Aufbruchs und der Selbstvergewisserung. Der Vortrag geht den politischen und gesellschaftlichen Spuren dieser Entwicklung in religiösen Räumen der rheinischen Städtelandschaft nach.

Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen.

Die Zugangsdaten erhalten Sie nach Anmeldung unter: rheinische-geschichte@lvr.de

Fachtagung am 4. und 5. Oktober 2021

Die Kölnische Zeitung in ihrem Kontext. Forschung - Kontroversen – Digitalisierung

Mit der „Kölnischen Zeitung“ ist inzwischen eine der wichtigsten überregionalen deutschen Zeitungen des 19. und 20. Jahrhunderts jetzt online verfügbar und im Volltext recherchierbar. Die Digitalisierung erfolgte im Rahmen eines DFG-Projektes an den Scannern der Universitäts- und Landesbibliothek Bonn sowie der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln. Kooperationspartner war das Institut für Zeitungsforschung in Dortmund. Insgesamt sind ca. 436.000 Seiten der Jahrgänge 1803-1945 online verfügbar.

Anlässlich der Onlinestellung findet am 04./05. Oktober die epochenübergreifende und interdisziplinäre Fachtagung „Die Kölnische Zeitung in ihrem Kontext. Forschung – Kontroversen – Digitalisierung“ in Bonn statt. Die Referentinnen und Referenten geben einen Einblick in historische Themen rund um die Kölnische Zeitung (und ihre Konkurrenten), Presse und Journalismus im 19. und 20. Jahrhundert sowie den technischen Hintergrund zur Digitalisierung der Zeitungsbestände. Veranstalter der Tagung sind das LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte, die Universitäts- und Landesbibliothek Bonn, die Universitäts- und Stadtbibliothek Köln, das Institut für Zeitungsforschung Dortmund und die Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde.

Das Programm und weitere Informationen finden Sie hier.

Anmeldungen bis zum 27.9.2021 unter rheinische-geschichte@lvr.de

Digitaler Vortragsnachmittag am 11. Juni 2021, 15:30 Uhr

Politik und Gesellschaft im Spiegel rheinischer Selbstzeugnisse des 19. und 20. Jahrhunderts

Die Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde und das LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte laden am 11. Juni 2021 zu einem digitalen Vortragsnachmittag ein. Vorgestellt werden rheinische Selbstzeugnisse des 19. und 20. Jahrhunderts. Dazu zählen zeitgenössische Tagebücher, aber auch solche Quellen, die nur selten mit dem klassischen Tagebuchschreiben in Verbindung gebracht werden. Heute eröffnen Selbstzeugnisse eine persönlichere Perspektive auf historische Ereignisse und erzählen eine individuelle Geschichte ihrer Zeit. Nicht nur für die Forschung bilden sie daher eine wichtige Ergänzung zum Schriftgut öffentlicher Institutionen, Kirchen, Wirtschafts- und Parteiverwaltungen. 
Mit den Tagebüchern von Friedrich Baudri (1808-1874, v. Ernst Heinen) und Alfred Haehner (1880-1949, v. Sabine Mangold-Will) werden zwei Selbstzeugnisse Kölner Bürger vorgestellt. Friedrich Baudri war Glasmaler und Politiker. Als solcher war er wichtig für die Entwicklung des politischen Katholizismus. Alfred Haehner war der Leibarzt Kaiser Wilhelms II. und begleitete diesen ins niederländische Exil. Zum Abschluss wird Hanne Leßau Einblick in die Arbeit mit nach 1945 entstandenen Entnazifizierungsakten und den Eingaben der Zeitgenossen geben.

Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich zum Vortragsnachmittag eingeladen!

Einladung und Programm (PDF-Datei)

Die Zugangsdaten erhalten Sie nach Anmeldung unter: rheinische-geschichte@lvr.de