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Biographie

Johannes Clauberg

Annika Hansen (Düsseldorf)

Johannes Clauberg war ein bedeutender Gelehrter, Philosoph und Theologe. Er gehörte 1655 der Gründergeneration der Alten Universität Duisburg an, wo er bis zu seinem Tod 1665 lehrte. Als Anhänger der Philosophie des Franzosen René Descartes (1596-1650) propagierte er dessen Lehren und entwickelte sie weiter. Für ihn bedeuteten sie keinen Widerspruch zu seinem Glauben an Gott. Die Lehre des rationalistischen Denkens prägte maßgeblich seine theologische Forschung. Er verdiente sich einen Namen in der Geschichte der deutschen Philosophie, weil er die Cartesianische Lehre nach Deutschland brachte. Die Seinslehre, die Ontologie, eine weitere wichtige Disziplin, grenzte er gegen Nachbargebiete ab und war bestrebt, ihr einen Platz in der philosophischen Systematik einzuräumen. Als profunder Kenner der aristotelischen Logik versuchte er, über die Ansätze von Descartes hinaus zu kommen.

Biographie

Friedrich Karrenberg

Kordula Schlösser-Kost (Essen)

Der Wirtschaftswissenschaftler und Sozialethiker Friedrich Karrenberg kannte das Wirtschaftsleben als Unternehmer des metallverarbeitenden Betriebs seiner Familie in Velbert. Nach dem Zweiten Weltkrieg prägte er die soziale Verantwortung der verfassten evangelischen Kirchen entscheidend mit.

Biographie

Alois Mertes

Georg S. Schneider (Bonn)

Der Diplomat, Politiker und Christliche Demokrat Alois Mertes war in der Bundesrepublik Deutschland wie auf internationaler Ebene als „Fachmann für Außen- und Eifelpolitik“ bekannt. Sein außen- und deutschlandpolitisches Wirken sowie seine Rolle als Vertreter des politischen Katholizismus prägten die CDU-Politik der 1970er und frühen 1980er Jahre mit.

Biographie

Bernhard Schweitzer

Markus Kirschbaum (Koblenz)

Bernhard Schweitzer gehörte zu den Gelehrten, die auf jedem Feld der Klassischen Archäologie vom 2. Jahrtausend v. Chr. bis zur Spätantike zu Hause waren. Er war ein herausragender Vertreter der Strukturforschung. In der Analyse der Strukturen suchte er objektive Kriterien für die Kunstwissenschaft, die nicht mehr von den Wahrnehmungskategorien der äußeren Erscheinung der Kunst abhingen. Leider setzte sich die Strukturforschung insgesamt nicht in einer allgemein anerkannten zusammenfassenden Kunstgeschichte durch.

Biographie

Berthold von Nasse

Joachim Lilla (Krefeld)

Berthold (ab 1905 von) Nasse war ein preußischer Spitzenbeamter, der seine Karriere mit Ämtern in der Regierung Koblenz begann, in der preußischen Staatsverwaltung in Berlin den weiteren Aufstieg nahm, bevor er 1881 in die Rheinprovinz zurückkehrte, wurde zunächst Regierungspräsident in Trier und schließlich 1890 Oberpräsident. Nasse war der erste gebürtige Rheinländer auf diesem Posten. In seiner 15-jährigen Amtszeit erwarb er sich den Ehrentitel „Vater der Rheinprovinz“.