Biographie Paul Reusch In der Weimarer Republik gehörte Paul Reusch zu den einflussreichsten Unternehmern der deutschen Schwerindustrie, der nicht nur als langjähriger Leiter der Gutehoffnungshütte (GHH), sondern auch aufgrund seiner vielseitigen Verbandstätigkeit eine herausragende Position in der deutschen Wirtschaftselite einnahm. Die bedeutendste Leistung des „Löwen von Oberhausen“, wie viele seiner Zeitgenossen ihn bezeichneten, bestand zweifellos im Ausbau der GHH zu einem überregionalen Montan- und Weiterverabeitungskonzern.
Biographie Familie Krupp Die Familie Krupp ist eine der bekanntesten und bedeutendsten deutschen Unternehmerdynastien. Beheimatet in Essen, hat sie seit Gründung der Gussstahlfabrik 1811 deutsche Geschichte mitgestaltet. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts wanderten Mitglieder der Familie Krupp aus den Niederlanden aus und ließen sich in Essen nieder. Namentlich bekannt ist hier als erster der Kaufmann Arnold (Arndt) Krupp (auch Krupe), der 1587 in die Essener Kaufgilde aufgenommen wurde und 1624 starb. Er handelte vor allem mit Wein, Lebensmitteln und Eisenwaren.
Biographie Peter Klöckner Peter Klöckner war ein bedeutender Unternehmer im frühen 20. Jahrhundert, dessen Karriere vom Kaufmannslehrling bis zum Konzernherrn führte. Sein Name lebt in Stiftungen und der von ihm gegründeten Firma „Klöckner & Co.“ bis heute fort, als Person ist er jedoch in der Öffentlichkeit weitgehend vergessen.
Thema Die rheinischen Großstädte während der Weltwirtschaftskrise 1929-1933 (Teil II – Verlauf der Weltwirtschaftskrise) Bedient man sich des Elektrizitätsverbrauchs als einem zeitnahen Indikator der lokalen Wirtschaftskonjunktur, weil er unmittelbar in den Statistiken der kommunalen Versorgungsunternehmen nachgewiesen werden kann, dann ergeben sich detaillierte Verläufe, die nach der statistischen Ausschaltung der saisonalen Komponente für Industrie und Gewerbe die große Depression belegen. Die Konjunktur ließ in der zweiten Hälfte 1929 spürbar nach, blieb aber im Ruhrgebiet noch befriedigend. Die Stimmung verschlechterte sich. Mit dem Börsenkrach im Oktober 1929 fühlten sich die Skeptiker im Blick auf die Zukunft bestätigt. Im Sommer 1930 wie im Winter 1930/1931 lagen alle Zahlen unter den jeweiligen Vorjahreswerten. Ende 1930 erreichten die Aktienkurse nur noch 60 Prozent des Durchschnitts von 1929. In den konsumnahen Wirtschaftsbranchen verlief der Abschwung der Wirtschaft aber sogar milder als im Reichsdurchschnitt. Die Zinsen auf dem Kapitalmarkt sanken von Mitte 1929 bis August 1930 von über 8,5 auf 4 Prozent, was aber wegen des unsicheren konjunkturellen Umfelds für Umschuldungen, nicht aber für Investitionen genutzt wurde. Danach stiegen die Zinsen deutlich an, weil die Sicherheit neuer Kredite in Frage stand und sich das Kreditangebot stark verknappte.