Biographie Elisabeth von Schönau Bekannt geworden ist Elisabeth, eine Zeitgenossin der ungleich bekannteren Hildegard von Bingen (1098-1171), mit ihren Visionen und religiösen Erscheinungen. Diese geben zudem ansonsten selten überlieferte Einblicke in das Leben in einem Doppelkloster. Elisabeth starb 1164/1165 und wird bis heute im Bistum Limburg als Heilige verehrt.
Biographie Hilduin Hilduin war ernannter Erzbischof von Köln in den Jahren 842-848/849. Er ist eine rätselhafte Gestalt in einer von Gewalt geprägten Zeit. Sein Wirken in Köln steht im Zusammenhang mit dem sogenannten Brüderkrieg, einem Erbfolgekrieg, den die Söhne Kaiser Ludwigs des Frommen (778-840) Anfang der 840er-Jahre in Form eines blutigen, europäischen Konfliktes ausfochten.
Biographie Franco von Lüttich Franco war einer der bedeutendsten Bischöfe der Stadt und Diözese von Lüttich im frühen Mittelalter. Er fungierte zugleich als ein Förderer der Karolingischen Renaissance und als aktiver Teilnehmer an den Machtkämpfen der fränkischen Herrscher in der zweiten Hälfte des 9. Jahrhunderts sowie an den Abwehrkämpfen gegen die Normannen.
Biographie Willibert Willibert war von 870 bis 889 Erzbischof von Köln. Seine Amtszeit prägten Machtkämpfe der karolingischen Könige in Lotharingien und Plünderungszüge der Normannen. Er legte den Grundstein für die vierzigjährige Zugehörigkeit Kölns und des Rheinlands zum Ostfrankenreich, bis 911 der letzte Nachkomme der Karolinger starb. Willibert wurde als erster Erzbischof im Kölner Dom begraben.
Biographie Brun I. Brun wurde von frühester Jugend an gezielt an herrscherliche Aufgaben herangeführt, allerdings für den kirchlichen Bereich. Da er von seinem Bruder Otto I. (König - seit 936 - bzw. Kaiser - seit 962-972) als Erzbischof installiert wurde und ganz in dessen Sinne auch in der Reichspolitik mitwirkte, galt er lange Zeit als Prototyp des sogenannten ottonischen Reichsbischofs, eine Kategorisierung, die in der jüngsten Forschung abgelehnt wird. Obwohl die Quellen im Vergleich zu anderen Kölner Erzbischöfen dieser Zeit vergleichsweise reichlich fließen und sein Leben durch zwei Viten unterschiedlicher Autoren, wobei der zweite Schreiber sich an der ersten Vita orientiert, hat Brun in der Forschung erst zweimal eine monografische Behandlung erfahren, beides Werke, welche der modernen Überarbeitung bedürfen.
Biographie Hermann II. Hermann II. war ein Kölner Erzbischof, der sich sehr für den Reichsdienst engagierte und seine Diözese – sofern es seiner Familie, einer der mächtigsten im Rheinland, nicht nutzte – nicht unbedingt in den Mittelpunkt seines Wirkens stellte. Die moderne Geschichtsschreibung sieht in ihm einen der wichtigsten Erzbischöfe des früheren Mittelalters für den Kölner Raum, die zeitgenössischen Quellen bleiben jedoch in Bezug auf Tätigkeit und Wirkung eher einsilbig. Einer Vita wurde er nicht für wert befunden. Eine ausführlichere Würdigung hat er bisher nur im Rahmen der Geschichte seiner ezzonischen Familie erhalten.
Biographie Lothar I. Lothar I. wurde 795 vermutlich in Aquitanien, dem Unterkönigtum seines Vaters Ludwig des Frommen (778-840), geboren, weit entfernt von dem damaligen politischen Machtzentrum des Frankenreichs in Aachen, das sein Großvater Kaiser Karl der Große (748-814) vor allem im Winter zu seinem bevorzugten Aufenthaltsort erwählt hatte.
Biographie Hugo von Sponheim Hugos Amtszeit als Erzbischof von Köln war kurz; sie dauerte keine vier Wochen. Am 5.6.1137 wurde er von Papst Innozenz II. (Pontifikat 1130-1143) geweiht und verstarb bereits am 1. Juli desselben Jahres. Wohl deshalb wird er in der um 1200 entstandenen Fassung des Catalogus archiepiscoporum Coloniensium als Nachfolger Erzbischof Brunos II. (Episkopat 1131-1137) zwar knapp erwähnt, nicht aber in der laufenden Zählung der Erzbischöfe eigens berücksichtigt: Auf Erzbischof Bruno II. mit der laufenden Nummer 38 folgt sogleich Arnold I. als Nr. 39. Mag Hugos Episkopat für die Kölner Diözese auch bedeutungslos geblieben sein, verdient er dennoch Aufmerksamkeit.
Biographie Margarete von Hochstaden Margarete von Hochstaden war die Gemahlin Graf Adolfs IV. von Berg (Regierungszeit 1247-1259). In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts spielte sie für einige Jahre eine wichtige Rolle in der Geschichte des Rheinlandes, weil sie nach dem Tode ihres Mannes die Regierungsgeschäfte für ihren minderjährigen Sohn Adolf V. (Regierungszeit 1259-1296) übernahm.
Biographie Anno II. von Köln Anno II. war einer der bedeutendsten Kölner Erzbischöfe des Mittelalters. Er spielte eine maßgebliche Rolle in der Reichspolitik und konnte Besitz und Herrschaftsrechte seiner Kirche wesentlich erweitern. Er förderte das Reformmönchtum und gründete die Klöster Siegburg, Grafschaft und Saalfeld sowie die Kölner Stifte St. Georg und Mariengraden. Nach seinem Tod wurde er in Siegburg beigesetzt und 1183 heilig gesprochen.