Biographie Clemens August von Droste zu Vischering Clemens August Droste zu Vischering, 1835 zum Kölner Erzbischof gewählt, personifiziert durch seine Auseinandersetzungen mit der preußischen Regierung im so genannten Kölner Kirchenstreit das konfliktträchtige Verhältnis von katholischer Kirche und preußisch-protestantischer Staatsmacht im 19. Jahrhundert in Deutschland. Der sich 1837 an der Mischehenfrage entzündende Streit zwischen dem Erzbischof und Preußen mündete in der Verhaftung Droste zu Vischerings, die ihn zu einer bedeutsamen Symbolgestalt für die Freiheit der Kirche machte und die eine nachhaltige Sensibilisierung und Politisierung des Katholizismus in Deutschland zur Folge hatte.
Biographie Samuel Collenbusch Der in Duisburg, später in Schwelm als (Brunnen-)Arzt praktizierende Samuel Collenbusch war ein wichtiger Vertreter des rheinischen Pietismus. Aufgrund zweier Erweckungserlebnisse wird er auch „zu den Vätern der Erweckungsbewegung am Niederrhein und im Bergischen Land“ (Heiner Faulenbach) gezählt. Um seine Person entspann sich ein weit über die niederrheinischen Grenzen reichendes Netzwerk konfessionell unterschiedlich geprägter Pietisten, Theologen, Pfarrer und Professoren.
Biographie Jakob Couven Jakob Couven hatte in der Verwaltung der Freien Reichsstadt Aachen als erster Stadtsekretär eine verantwortungsvolle Position inne, die ihn in Kontakt mit den bedeutenden Patrizierfamilien brachte, in deren Auftrag er repräsentative Wohnbauten entwarf.
Biographie Familie Carstanjen Mitglieder der zunächst in der Tabakverarbeitung, später auch in der Zuckerherstellung tätigen protestantischen Familie waren durch Heirat mit herausragenden Vertretern des rheinischen Wirtschaftsbürgertums verbunden. Der 1881 geadelte Adolf von Carstanjen baute eine bedeutende Gemäldesammlung (heute im Kölner Wallraf-Richartz-Museum) auf. Sein umfangreicher Landbesitz in Plittersdorf (heute Stadt Bonn) wurde nach Gründung der Bundesrepublik Deutschland als Standort von Ministerien und zum Bau der Amerikanischen Siedlung genutzt.
Biographie Clemens Wenzeslaus von Sachsen Clemens Wenzeslaus von Sachsen war der letzte Erzbischof und Kurfürst von Trier und kann als Vertreter der katholischen Aufklärung bezeichnet werden, der in seiner fast 30-jährigen Regierungszeit versuchte, Bildung und Wohlstand in seinem Kurstaat zu heben, während seine Haltung in kirchlichen Belangen eher schwankend war.
Biographie Clemens August von Merle Clemens August von Merle war ein bei Zeitgenossen umstrittener Weihbischof in der Zeit des Ancien Regimes. 1797 mit 65 Jahren zum Bischof geweiht, blickte er auf eine solide Karriere am Kurkölnischen Hof: Zunächst war er Kanoniker in Köln und Trier, dann Mitglied des Kölner Domkapitels, Präsident des Weltlichen Hofgerichts in Köln und seit 1776 erzbischöflicher Seminarkommissar.
Biographie Johann Friedrich Wilberg Johann Friedrich Wilberg war ein Lehrer und bedeutender Vertreter der pädagogischen Aufklärung. Als Schulinspektor und Leiter einer „Höheren Bürgerschule“ wirkte er viele Jahre in Elberfeld (heute Stadt Wuppertal).
Biographie Maria Kunigunde von Sachsen Maria Kunigunde von Sachsen, die den größten Teil ihres Lebens einflussreich an der Seite ihres Bruders Clemens Wenzeslaus, des letzten Kurfürsten und Erzbischofs von Trier, am Hof zu Koblenz verbrachte, war die letzte Fürstäbtissin des Reichsstiftes Essen vor dessen Säkularisation.
Biographie Kaspar Anton von Mastiaux Kaspar Anton von Mastiaux war in seinen jungen Jahren einer der führenden Vertreter der rheinischen Aufklärung, ehe er sich in seiner zweiten Lebenshälfte große Verdienste um die katholische Erneuerung in Bayern erwarb.
Biographie Louis-François Mettra Louis-François Mettra war ein bedeutender französischer Verleger, der sich nachweisbar seit 1779 in den deutschen Rheinlanden aufhielt, um dort – wenn auch stets im Verborgenen – zahlreiche publizistische Unternehmungen aufzubauen. Seine Tätigkeiten im Pressewesen deckten ein breites Spektrum ab: die Herausgabe zweier geheimer Korrespondenzen – der „Bulletins de Versailles" (1774 bis 1794) und der „Correspondance littéraire secrète" (1775 bis 1793), die Gründung einer politischen Gazette im Kurfürstentum Köln im Jahr 1779, der weit verzweigte Handel mit französischer Untergrundliteratur seit 1782 und der Betrieb einer großen Druckerei in Neuwied seit Januar 1785. Als Standorte seiner publizistischen Unternehmungen wählte Louis-François Mettra deutsche Kleinstaaten im Rheinland: das Herzogtum Jülich-Berg, das Kölner Kurfürstentum und das Fürstentum Wied.