Biographie Valéry Giscard d‘Estaing Valéry Giscard d’Estaing, der französische Staatspräsident der Jahre 1974 bis 1981, wurde am 2.2.1926 in Koblenz geboren. „Meine kurze Kindheit in Deutschland sollte mich fürs Leben prägen“, sagte er bei der Verleihung der Ehrenbürgerwürde durch die Stadt Koblenz am 22.10.2006.
Biographie Helene Wieruszowski Helene Wieruszowski war eine deutsch-amerikanische Mediävistin und Bibliothekarin, die 1934 vor der Verfolgung durch das NS-Regime zunächst nach Spanien, dann Italien und schließlich in die USA floh. Sie wirkte vor ihrem Exil an der Universitätsbibliothek Bonn und hatte nach dem Erlangen der US-amerikanischen Staatsbürgerschaft eine Professur für Geschichte am City College in New York inne. Damit war sie die erste Frau überhaupt in dieser Position.
Biographie Maria Offenberg Maria Offenberg war zu ihrer Zeit eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der katholischen Frauenbewegung und der Wohlfahrtspflege (heute Soziale Arbeit) in Deutschland. Von 1921 bis 1957, mit Unterbrechung während des „Dritten Reiches“, leitete sie die Aachener Soziale Frauenschule des „Katholischen Deutschen Frauenbundes“ (KDF). Sie setzte innerhalb von drei politischen Systemen wegweisende Impulse für die Ausbildung junger Frauen zur Wohlfahrtspflegerin, Volkspflegerin und Sozialarbeiterin.
Biographie Heinrich Meusel Als begeisterter Anhänger der deutschen Turnbewegung, zu deren leibeserzieherischen Inhalten neben dem (Gerät-) Turnen im engeren Sinn traditionell auch eine Vielzahl diverser Leibesübungen gehörten, engagierte sich Heinrich „Heinz“ Meusel zeit seines Lebens in Theorie und Praxis für Turnen und Sport. Gleichzeitig erforderten die Zäsuren der beiden Weltkriege und die politischen Systemwechsel in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts mehrere Neuanfänge in Meusels Leben, insbesondere im Zuge der Entnazifizierung nach dem Ende der NS-Diktatur.
Biographie Ida Noddack Im frühen 20. Jahrhundert waren die Naturwissenschaften fast ausnahmslos eine Männerdomäne. Die Beiträge der Frauen, die den Einschränkungen ihrer Zeit trotzten, sind jedoch von großer Bedeutung. Zu diesen bemerkenswerten Frauen zählt die Chemikerin Ida Noddack. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Walter Noddack (1893-1960) und dem Chemiker Otto Berg (1874-1939) entdeckte sie 1925 das nach ihrer rheinischen Heimat benannte Element Rhenium. Sie war zudem eine der ersten Wissenschaftler, die die Möglichkeit der Kernspaltung erkannten.
Biographie Franz Laumen Im Aachener Umland war Dr. Franz Laumen eine der Schlüsselfiguren, um den Nationalsozialisten neue Wählerschichten im katholisch-bürgerlichen Milieu zu erschließen. Nachdem Laumen im April 1933 als Landrat nach Monschau berufen wurde, geriet er jedoch mit den Parteigrößen vor Ort in Konflikte. Diese betrafen vor allem die Stellung der katholischen Kirche innerhalb der NS-Volksgemeinschaft.
Biographie Johanna Ey "Am 4. März 1864 in Wickrath Kreis Grevenbroich bin ich geboren als Kind armer Eltern. Mein Vater war Trinker, meine Mutter eine geduldige treue, brave Frau. Wir Kinder zu 5, ich war die jüngste, lebten jeden Tag in Angst, was da kam." So beginnt Johanna Ey ihre 1936 entstandene Lebensbeschreibung. Nichts an ihrer Herkunft und ihrem Bildungsweg verweist auf ihren späteren Erfolg als Galeristin Moderner Kunst und meistgemalte Frau Deutschlands, wie sie 1929 die „Berliner Illustrierte“ titulierte.
Biographie Karl Haniel Als Aufsichtsratsvorsitzender der Gutehoffnungshütte (GHH) bestimmte Karl Haniel gemeinsam mit Vorstandschef Paul Reusch bis in die 1940er Jahre über mehr als zwei Dekaden hinweg die Geschicke des schwerindustriellen Ruhrkonzerns.
Biographie Johann Viktor Bredt Johann Victor Bredt war Professor für Staats-, Verwaltungs-, Kirchen- und Völkerrecht in Marburg. 1911 wurde er in das preußische Abgeordnetenhaus gewählt, und als intellektueller Kopf der Wirtschaftspartei wirkte er nach dem Ersten Weltkrieg als Abgeordneter im preußischen Landtag und seit 1924 im Reichstag. 1930 bekleidete er für acht Monate das Amt des Reichsjustizministers im Kabinett von Heinrich Brüning.
Biographie Viktor Jantzen Der Sozialdemokrat Viktor Jantzen war 1919 Mitglied der Weimarer Nationalversammlung und übte daneben kleinere Parteiämter im Rheinland aus. Sein größtes Engagement entfaltete er aber als Gewerkschafter für den Zimmererverband für Rheinland und Westfalen.