Zeittafel 1923

11.1.1923

Einmarsch von französischen Truppen in das Ruhrgebiet

Fünf Divisionen mit zwei Generalkommandos und zahlreichen schweren Waffen rückten nach Essen ein. Nach und nach wurde das ganze Ruhrgebiet besetzt. Beginn des Ruhrkampfes. Großbritannien verhielt sich abwartend, während die USA ihre Besatzungstruppen aus dem Rheingebiet abzogen. Anlass für die Besetzung waren geringfügige Rückstände bei den Reparationszahlungen, die als Verstoß gegen den Versailler Vertrag gewertet wurden. Das Deutsche Reich stellte daraufhin die Reparationslieferungen ein und rief zum "passiven Widerstand" auf, der vom 13.1.-26.9.1923 praktiziert wurde.

26.9.1923

Aufgabe des passiven Widerstandes gegen die Besetzung des Ruhrgebiets

6.11.1923

Kirchenordnung für die evangelischen Gemeinden der Provinz Westfalen und der Rheinprovinz

8.12.1923

Der Orden der Salvatorianer erwirbt das ehemalige Kloster Steinfeld in der Eifel

Bis zur Aufhebung 1802 im Zuge der Säkularisation war Steinfeld Prämonstratenser-Kloster gewesen, ab 1844 hatte es als preußische Erziehungsanstalt gedient.

16.12.1923

Eröffnung des Müngersdorfer Stadions in Köln

Es bot Platz für rund 80.000 Zuschauer und war seinerzeit das größte Stadion in Deutschland. 1975 Neubau an gleicher Stelle, dem 2003 ein erneuter Neubau folgte, das heutige RheinEnergie-Stadion.

12.-25.2.1923

Besetzung der rechtsrheinischen Teile der Rheinprovinz sowie Ausweitung der besetzten Kölner Zone

Die Besetzung wurde auf die Häfen Wesel und Emmerich (12. Februar) und die Gebiete zwischen den Brückenköpfen  (25. Februar) sowie auf die rund zehn Kilometer breite Zone um den britisch besetzten Brückenkopf Köln (so genannter Gürtel) ausgedehnt.