Einmarsch von französischen Truppen in das Ruhrgebiet
Fünf Divisionen mit zwei Generalkommandos und zahlreichen schweren Waffen rückten nach Essen ein. Nach und nach wurde das ganze Ruhrgebiet besetzt. Beginn des Ruhrkampfes. Großbritannien verhielt sich abwartend, während die USA ihre Besatzungstruppen aus dem Rheingebiet abzogen. Anlass für die Besetzung waren geringfügige Rückstände bei den Reparationszahlungen, die als Verstoß gegen den Versailler Vertrag gewertet wurden. Das Deutsche Reich stellte daraufhin die Reparationslieferungen ein und rief zum "passiven Widerstand" auf, der vom 13.1.-26.9.1923 praktiziert wurde.
26.9.1923
Aufgabe des passiven Widerstandes gegen die Besetzung des Ruhrgebiets
30.9.1923
"Blutsonntag" in Düsseldorf
Bei Auseinandersetzungen zwischen rheinischen Separatisten und der Schutzpolizei gab es mehrere Tote.
Kirchenordnung für die evangelischen Gemeinden der Provinz Westfalen und der Rheinprovinz
8.12.1923
Der Orden der Salvatorianer erwirbt das ehemalige Kloster Steinfeld in der Eifel
Bis zur Aufhebung 1802 im Zuge der Säkularisation war Steinfeld Prämonstratenser-Kloster gewesen, ab 1844 hatte es als preußische Erziehungsanstalt gedient.
16.12.1923
Eröffnung des Müngersdorfer Stadions in Köln
Es bot Platz für rund 80.000 Zuschauer und war seinerzeit das größte Stadion in Deutschland. 1975 Neubau an gleicher Stelle, dem 2003 ein erneuter Neubau folgte, das heutige RheinEnergie-Stadion.
Besetzung der rechtsrheinischen Teile der Rheinprovinz sowie Ausweitung der besetzten Kölner Zone
Die Besetzung wurde auf die Häfen Wesel und Emmerich (12. Februar) und die Gebiete zwischen den Brückenköpfen (25. Februar) sowie auf die rund zehn Kilometer breite Zone um den britisch besetzten Brückenkopf Köln (so genannter Gürtel) ausgedehnt.