Biographie Katharina Focke Katharina Focke war eine der ersten weiblichen Europapolitikerinnern, die in der europäischen Öffentlichkeit eine größere Bekanntheit erlangten. Als Bundesministerin sowie als Spitzenkandidatin für das europäische Parlament bei der zweiten Direktwahl im Jahr 1984 geriet sie zuweilen in Konflikt mit der SPD, der sie seit 1964 angehörte.
Biographie Valéry Giscard d‘Estaing Valéry Giscard d’Estaing, der französische Staatspräsident der Jahre 1974 bis 1981, wurde am 2.2.1926 in Koblenz geboren. „Meine kurze Kindheit in Deutschland sollte mich fürs Leben prägen“, sagte er bei der Verleihung der Ehrenbürgerwürde durch die Stadt Koblenz am 22.10.2006.
Biographie Grete Busch International erfolgreiche Leichtathletin, Sportlehrerin und stets engagierte Streiterin für die Förderung von Frauen im Sport – Grete Busch gehört zu den wenigen Pionierinnen, die den von Männern dominierten Aufbau des Sportsystems in Nordrhein-Westfalen und in der jungen Bundesrepublik Deutschland maßgeblich mitgestalteten.
Biographie Eugen Ewig Eugen Ewig war ein deutscher Mediävist und Archivar des 20. Jahrhunderts. Er lehrte als Professor für Mittelalterliche Geschichte an den Universitäten Mainz und Bonn und war Initiator und Gründer des Deutschen Historischen Instituts in Paris. Er vermittelte nach dem zweiten Weltkrieg sowohl auf politischer als auch auf wissenschaftlicher Ebene zwischen Deutschland und Frankreich und betonte die Gemeinsamkeiten des germanischen und des romanischen Sprachraums auch in seiner Forschung. Er gilt bis heute als einer der besten Kenner der Merowingerzeit.
Biographie Zvi Asaria (Hermann Helfgott) Zvi Asaria (bis 1948: Hermann Helfgott) war ein Rabbiner, der in den 1950er Jahren als geistiges Oberhaupt der Kölner Synagogengemeinde das rheinische Judentum der Nachkriegszeit geprägt hat und einen erheblichen Anteil am Wiederaufbau der zerstörten Kölner Gemeinde nach dem Holocaust hatte. Als Gemeinderabbiner in Köln und später als Landesrabbiner von Niedersachsen half er nicht nur die zerstörten Gemeinden wiederaufzubauen, sondern auch durch sein öffentliches Mahnen, die Erinnerung an den Holocaust in der deutschen Gesellschaft zu verankern.
Thema Abstimmungskampf und Rückgliederung des Saarlandes 1955-1959 Am 23.10.1955 waren die Menschen im Saarland aufgerufen, in einem Referendum mit „Ja“ oder „Nein“ über das Europäische Saarstatut zu entscheiden. Doch Bevölkerung und Parteien waren in der Abstimmungsfrage tief gespalten in Befürworter und Gegner des Statuts. Die Befürworter hofften, mit einer Annahme werde das Saarland zu einem ersten Baustein einer künftigen europäischen Staatengemeinschaft. Die Gegner verbanden mit ihrem „Nein“ ein Bekenntnis zur Zugehörigkeit zu Deutschland. So schlugen während des Abstimmungskampfes im Sommer und Herbst 1955 die Wogen hoch an der Saar.
Biographie Ernst Schwering Ernst Schwering war Politiker und Kölner Oberbürgermeister. Zwar gehört er mit einer gewissen Stellung zwischen Konrad Adenauer und dem äußerst populären Theo Burauen nicht zu den bekannteren Kölner Oberbürgermeistern, die kommunale Aufbauphase nach dem Zweiten Weltkrieg prägte Schwering jedoch maßgeblich mit. Auch über das insbesondere in Kunst und Kultur geförderte Köln hinaus entfaltete Schwering politisches Gewicht, etwa als Mitglied des nordrhein-westfälischen Landtages, Vorsitzender der Landschaftsversammlung Rheinland sowie als Präsident des Deutschen Städtetages.
Biographie Maria Luise Raskin Marie Luise Raskin war ursprünglich Kindermädchen, wurde Kindergärtnerin und schließlich Leiterin der „Fachschule für Kindergärtnerinnen und Hortnerinnen des Zentralverbandes katholischer Kindergärten und Horte Deutschlands e.V.“ in Köln. Seit den 1930er Jahren war sie von den pädagogischen Erneuerungsbestrebungen der italienischen Ärztin Maria Montessori überzeugt und verhalf der Montessori-Pädagogik in Deutschland zum Durchbruch.
Biographie Amélie Thyssen Als Erbin ihres 1951 verstorbenen Ehemanns Fritz Thyssen galt Amélie Thyssen im Stahlboom der 1950er Jahre als die reichste Frau Westdeutschlands. Überraschend stiftete sie 1960 die Hälfte ihres industriellen Vermögens für einen gemeinnützigen Zweck: Mit ihrer Tochter Anita (1909-1990) errichtete sie die erste große private Stiftung zur Wissenschaftsförderung in der Bundesrepublik – die dem Andenken an ihren Mann gewidmete „Fritz Thyssen Stiftung“.
Thema Dabei sein ist alles? Kölns Bewerbung für die Olympischen Spiele 1936 und ihr Scheitern im Wettstreit mit Berlin Die Olympischen Spiele 1936 sind untrennbar mit Berlin verbunden; ebenso wie mit dem nationalsozialistischen Deutschland. Die NS-Diktatur nutzte diese „Sechzehn Tage im August“, um ihr Regime gegenüber der Weltöffentlichkeit positiv in Szene zu setzen und seinen mörderischen Charakter zu verschleiern.