Die Ministerialen des Kölner Erzstifts im Hochmittelalter

Fabian Schmitt (Bonn)

Kupferstich der, heute nicht mehr vorhandenen, Wolkenburg auf dem Drachenfels, Matthäus Merian, ca. 1618/19. Die Burg war, zur Sicherung des Erzstifts, meistens mit Ministerialen besetzt. (Gemeinfrei)

1. Allgemeine Definition

Die Mi­nis­te­ria­len des Hoch­mit­tel­al­ters wa­ren ei­ne recht­lich und so­zi­al de­fi­nier­te Per­so­nen­grup­pe, die den ge­sell­schaft­li­chen Wan­del des 11. und 12. Jahr­hun­derts zum ei­nen ma­ß­geb­lich präg­ten, zum an­de­ren aber auch Er­geb­nis die­ser Ver­än­de­run­gen wa­ren. Die ers­ten Mi­nis­te­ria­len las­sen sich um die Mit­te des 11. Jahr­hun­derts in ver­schie­de­nen Reichs­kir­chen nach­wei­sen, um sich da­nach über den Kö­nigs- be­zie­hungs­wei­se Kai­ser­hof an fast al­len geist­li­chen und fürst­li­chen Hö­fen des Hoch­mit­tel­al­ters zu eta­blie­ren. Die Funk­tio­nen, die die Mi­nis­te­ria­len für ei­nen welt­li­chen oder geist­li­chen Gro­ßen hat­ten, wa­ren viel­fäl­tig und zahl­reich. Im Vor­der­grund stand die Durch­set­zung sei­ner Herr­schaft auf ad­mi­nis­tra­ti­vem, mi­li­tä­ri­schem und sym­bo­li­schem Weg. In Städ­ten wur­den sie zur Ver­wal­tung der Re­ga­li­en, al­so der Rech­te wie Mün­ze und Zoll, ein­ge­setzt. Da­ne­ben lie­ßen vie­le Gro­ße auch ih­re Bur­gen und land­wirt­schaft­li­chen Gü­ter von Mi­nis­te­ria­len ver­wal­ten. Auch der Dienst als be­rit­te­ner Kämp­fer war ei­ne mög­li­che Dienst­form.

Recht­lich ge­se­hen wa­ren die Mi­nis­te­ria­len Un­freie, die sich aus der fa­mi­lia, al­so der Ge­mein­schaft der recht­lich und so­zi­al von ih­rem Her­ren Ab­hän­gi­gen, her­aus ent­wi­ckel­ten und zu hö­he­rem Dienst auf­stie­gen. Über die­se Funk­ti­on voll­zo­gen sie viel­fach ei­nen so­zia­len Auf­stieg, der sie bis in die un­mit­tel­ba­re Nä­he ih­res Herrn und da­mit ein­her­ge­hend in hö­he­re ge­sell­schaft­li­che Schich­ten brin­gen konn­te. Vie­len Mi­nis­te­ria­len ge­lang die In­te­gra­ti­on in das im Ent­ste­hen be­grif­fe­ne Bür­ger- und Rit­ter­tum. Da­hin­ter trat ih­re wei­ter­hin be­ste­hen­de Un­frei­heit in den Hin­ter­grund.

Die Res­sour­ce Mi­nis­te­ria­li­tät zu nut­zen, bot sich für die Her­ren aus meh­re­ren Grün­den an: Im 11. Jahr­hun­dert kam es zu ei­nem Aus­ster­ben zahl­rei­cher ade­li­ger Fa­mi­li­en, de­ren männ­li­che An­ge­hö­ri­ge bis­her im Rah­men des Lehn­sys­tems wich­ti­ge Auf­ga­ben für den Erz­bi­schof wahr­ge­nom­men hat­ten. Der Rück­griff auf die Un­frei­en er­gab sich aus zwei Grün­den: Da­durch, dass Mi­nis­te­ria­le hof­recht­lich, spä­ter mit ei­ge­nen Dienst­rech­ten, aber nicht lehns­recht­lich an ih­ren Herrn ge­bun­den und recht­lich im­mer noch un­frei wa­ren, wa­ren sie zu­min­dest in der Theo­rie zu­ver­läs­si­ger und konn­ten sich ih­ren Auf­ga­ben nicht so leicht ent­zie­hen. Mit ih­rem Ein­satz konn­te zu­dem den Be­stre­bun­gen des Adels be­geg­net wer­den, sich herr­schaft­li­chen Be­sitz im Lau­fe der Zeit an­zu­eig­nen und der Herr­schaft zu ent­frem­den. Denn Mi­nis­te­ria­le durf­ten zu­min­dest for­mell kei­nen Ei­gen­be­sitz ha­ben und die ih­nen an­ver­trau­ten Gü­ter nicht an ih­re Nach­kom­men ver­er­ben.

 

2. Entstehung und Entwicklung im Kölner Erzstift

Mi­nis­te­ria­le las­sen sich im Köl­ner Erz­stift erst­mals im Jahr 1061 und da­mit wäh­rend der Amts­zeit Erz­bi­schof An­nos II. nach­wei­sen. Ob An­no sei­nen Hof ge­zielt mit Mi­nis­te­ria­len aus­ge­stat­tet hat, lässt sich an­hand der Quel­len nicht be­le­gen. Aus­lö­ser für das Ent­ste­hen der Köl­ni­schen Mi­nis­te­ria­li­tät war ein Zu­sam­men­wir­ken ver­schie­de­ner Fak­to­ren und Ent­wick­lun­gen. Zu­nächst kam es zu ter­ri­to­ria­len Ver­än­de­run­gen im Wes­ten des Rei­ches. An­no II. ver­dräng­te die Pfalz­gra­fen bei Rhein aus dem Rhein­land in Rich­tung Sü­den, was ei­ne be­acht­li­che Ver­grö­ße­rung des Ein­fluss­be­reichs mit sich brach­te. Der nächs­te Schritt war die Hin­zu­ge­win­nung der Her­zogswür­de für Nie­der­loth­rin­gen 1152. Rei­nald von Das­sel in­ten­si­vier­te die Köl­ner Herr­schaft in West­fa­len, vor al­lem in Soest, be­vor Phil­ipp von Heins­berg durch sei­ne Gü­te­r­er­wer­bun­gen und den Emp­fang des Her­zogs­ti­tels für West­fa­len 1180 die Aus­deh­nung des Köl­ner Erz­stifts auf ih­ren Hö­he­punkt trieb. Die herr­schaft­li­che Durch­drin­gung des Ter­ri­to­ri­ums, des­sen mi­li­tä­ri­sche Si­che­rung und die Ver­wal­tung der erz­bi­schöf­li­chen Rech­te, vor al­lem in der Stadt Köln, er­for­der­ten qua­li­fi­zier­te Per­so­nen, die im Lau­fe des 12. Jahr­hun­derts im­mer häu­fi­ger aus der un­frei­en fa­mi­lia des Erz­bi­schofs stamm­ten.

Der Aus­bau der Mi­nis­te­ria­li­tät voll­zog sich in Köln in ver­schie­de­nen Stu­fen. In den Quel­len fest­stell­bar ist un­ter An­no II. zu­nächst der Stadt­vogt, der dem ade­li­gen Burg­gra­fen im Hoch­ge­richt in­ner­halb der Stadt Köln zur Sei­te stand. An­ge­nom­men wird, dass der Vogt vom Erz­bi­schof ge­zielt im Ge­richt in­stal­liert wur­de, um dort des­sen Ein­fluss zu ver­grö­ßern. Der Burg­graf war ein Ade­li­ger aus dem Köl­ner Um­land, der sei­nen Auf­trag zwar vom Erz­bi­schof emp­fing, sich auf­grund sei­nes ade­li­gen Stan­des aber auch von die­sem ent­fer­nen konn­te. Dem ge­gen­über hat­te der aus der Mi­nis­te­ria­li­tät stam­men­de Stadt­vogt den ent­schei­den­den Vor­teil, dass er in­fol­ge sei­ner Un­frei­heit we­sent­lich en­ger an den Erz­bi­schof ge­bun­den war und des­halb als des­sen ver­län­ger­ter Arm im Ge­richt und da­mit in­di­rekt auch in die Stadt hin­ein gel­ten kann.

Erzbischof Anno II. von Köln, kolorierte Federzeichnung in der Handschrift der Vita Annonis minor, Siegburg, um 1183. Abgebildet ist Anno II. mit Modellen der von ihm gegründeten fünf Kirchen und Klöster. (Abbildung aus der sog. Darmstädter Anno-Vita, ca. 1180, Kloster Siegburg, Hess. Landes- und Hochschulbibliothek)

 

Zahl­rei­cher wer­den die Mi­nis­te­ria­len erst wäh­rend des Epis­ko­pats Fried­richs I. im ers­ten Drit­tel des 12. Jahr­hun­derts. Ver­mut­lich spiel­ten hier­bei vor al­lem mi­li­tä­ri­sche Er­wä­gun­gen ei­ne Rol­le: Der Kon­flikt zwi­schen Hein­rich IV. (rö­misch-deut­scher Kö­nig 1053-1106, ab 1084 Kai­ser) und sei­nem Sohn Hein­rich V. (rö­misch-deut­scher Kö­nig 1098-1125, ab 1111 Kai­ser), der auch im Rhein­land aus­ge­tra­gen wur­de, und die Kon­fron­ta­ti­on mit Hein­rich V. 1114 und 1115 mach­ten qua­li­fi­zier­te Kämp­fer, vor al­lem zu Pfer­de, er­for­der­lich. Bis heu­te sicht­ba­re Zei­chen der Si­che­rung des Erz­stif­tes nach au­ßen sind Bur­gen wie Vol­marstein, Ro­lands­eck und die Wol­ken­burg, die in der Re­gel mit Mi­nis­te­ria­len be­setzt wa­ren. Gleich­zei­tig wur­den mit die­sen Maß­nah­men auch ers­te Grund­la­gen für die spä­te­re Lan­des­herr­schaft der Erz­bi­schö­fe ge­legt.

Die nächs­te, sich in den Quel­len nie­der­schla­gen­de Ent­wick­lungs­stu­fe der Mi­nis­te­ria­len ist die Aus­stat­tung des Ho­fes mit so­ge­nann­ten Ho­fäm­tern in der Zeit Erz­bi­schof Ar­nolds I. Auch die ist ei­ne Ten­denz, die sich nicht nur und nicht zu­erst am Köl­ner Hof fest­stel­len lässt. Ho­fäm­ter las­sen sich am Kö­nigs- be­zie­hungs­wei­se Kai­ser­hof be­le­gen, be­vor sie sich im gan­zen Reich ver­brei­te­ten und in der zwei­ten Hälf­te des 12. Jahr­hun­derts zur 'Stan­dard­aus­stat­tung' ei­nes je­den Ho­fes wur­den. In Köln gab es fünf Ho­fäm­ter: Den Stadt­vogt, den Käm­me­rer, den Mar­schall, den Truch­sess und den Mund­schenk. Al­le Äm­ter wa­ren mit Mi­nis­te­ria­len be­setzt und un­ver­zicht­ba­re Be­stand­tei­le des Ho­fes. Das schon er­wähn­te Amt des Stadt­vog­tes wur­de um die Mit­te des 12. Jahr­hun­derts in der Fa­mi­lie Ep­pen­dorf erb­lich. Das be­deu­tet, dass es nicht in ei­nem be­stimm­ten Tur­nus oder beim Tod des In­ha­bers neu ver­ge­ben wur­de, son­dern vom Va­ter auf den erst­ge­bo­re­nen Sohn über­ging. Glei­ches lässt sich beim Käm­me­rer be­ob­ach­ten, der für die Ober­auf­sicht der Fi­nan­zen des Erz­stif­tes zu­stän­dig war und des­sen Amt eben­falls ab der Mit­te des 12. Jahr­hun­derts erb­lich in der Fa­mi­lie Ba­chem ver­blieb. Der Mar­schall war für die Ver­sor­gung der Pfer­de und mög­li­cher­wei­se für die Or­ga­ni­sa­ti­on der Rei­sen des Erz­bi­schofs zu­stän­dig. Die­ses Amt ok­ku­pier­te die Fa­mi­lie Alf­ter ab dem En­de des 12. Jahr­hun­derts dau­er­haft. We­ni­ger greif­bar in den Quel­len sind der Truch­sess, zu­stän­dig für die Ver­sor­gung der erz­bi­schöf­li­chen Ta­fel mit Spei­sen und der Mund­schenk, zu­stän­dig für die Ver­sor­gung mit Ge­trän­ken, vor al­lem mit Wein.

Die Quel­len zei­gen den Stadt­vogt als den un­zwei­fel­haft wich­tigs­ten Be­ra­ter des Erz­bi­schofs so­wohl in all­täg­li­chen Fra­gen den Hof be­tref­fend als auch in po­li­ti­schen Ent­schei­dun­gen. Ihm folgt dicht der Käm­me­rer, der we­gen sei­ner Zu­stän­dig­keit für die Fi­nan­zen eben­falls ein un­ver­zicht­ba­rer Rat­ge­ber war. Spä­ter tritt auch der Mar­schall hin­zu, wo­bei bei ihm nicht klar ist, ob er den Zu­tritt zu die­sem en­gen Kreis auf­grund sei­nes Am­tes oder sei­ner Fa­mi­li­en­zu­ge­hö­rig­keit er­hielt. Truch­sess und Mund­schenk sind eher der all­täg­li­chen Or­ga­ni­sa­ti­on des Ho­fes im Hin­ter­grund zu­zu­ord­nen und des­halb sel­ten in der di­rek­ten Um­ge­bung des Erz­bi­schofs zu fin­den. 

3. Die Rechte der Kölner Ministerialen

Aus dem 12. Jahr­hun­dert sind das Kür­ze­re Köl­ner Dienst­recht, das Län­ge­re Köl­ner Dienst­recht und der Köl­ner Hof­dienst be­kannt. Al­le drei sind Rechts­tex­te, die so­wohl die Rech­te und Pflich­ten der Mi­nis­te­ria­len re­geln als auch die des Erz­bi­schofs. Bei­de Dienst­rech­te stam­men aus den 1160er oder 1170er Jah­ren und ih­re Ab­fas­sung zeigt, dass es zu die­sem Zeit­punkt so vie­le Mi­nis­te­ria­le im Erz­stift gab, dass ei­ne Ver­schrift­li­chung ih­rer Rech­te als not­wen­dig an­ge­se­hen wur­de. Viel Raum neh­men in bei­den Rech­ten Re­ge­lun­gen be­tref­fend den Ita­li­en­zug ein, das hei­ßt die Rei­se des Erz­bi­schofs mit dem rö­misch-deut­schen Kö­nig be­zie­hungs­wei­se Kai­ser nach Ita­li­en. Da die­se Un­ter­neh­mun­gen meist mi­li­tä­ri­scher Art wa­ren, be­nö­tig­te der Erz­bi­schof im­mer ein Kon­tin­gent an Trup­pen. Die Mi­nis­te­ria­len stell­ten dar­an den grö­ß­ten An­teil. Au­ßer­dem wird ge­re­gelt, wie der Erz­bi­schof sei­ne Mi­nis­te­ria­le aus­zu­stat­ten hat­te und für wel­che Diens­te und Dau­er er sie her­an­zie­hen durf­te. Zu­dem hält vor al­lem das Län­ge­re Dienst­recht fest, wer wie Mi­nis­te­ri­al wer­den konn­te. 

Der Hof­dienst, der um die Mit­te des 12. Jahr­hun­derts ver­schrift­licht wur­de, lis­tet zum ei­nen auf, wel­che Men­gen an Le­bens­mit­teln ein­zel­ne Gü­ter an den erz­bi­schöf­li­chen Hof lie­fern muss­ten. Zum an­de­ren wird fest­ge­hal­ten, wel­ches Mit­glied des Ho­fes wie viel da­von be­kommt. Hier­bei wer­den auch die Mi­nis­te­ria­len be­rück­sich­tigt, de­ren füh­ren­de Ver­tre­ter ähn­lich üp­pig ver­sorgt wer­den wie ade­li­ge Va­sal­len.

4. Gericht und Besitz von Kölner Ministerialen

Ih­ren Ge­richts­stand hat­ten die Mi­nis­te­ria­len un­mit­tel­bar vor dem Erz­bi­schof, der vom Stadt­vogt ver­tre­ten wer­den konn­te. Zwar saß der Stadt­vogt ge­mein­sam mit dem Burg­gra­fen dem städ­ti­schen Hoch­ge­richt vor, je­doch war die­ses Ge­richt nicht für die Mi­nis­te­ria­len zu­stän­dig. Recht­lich ge­se­hen durf­ten Mi­nis­te­ria­le als Un­freie we­der Ei­gen­be­sitz noch Le­hen in­ne­ha­ben. Das Län­ge­re Köl­ner Dienst­recht legt je­doch fest, dass sie ein von der For­schung so ge­nann­tes Dienst­le­hen ha­ben konn­ten, das ih­nen den Dienst, den sie zu er­brin­gen hat­ten, er­mög­lich­te. Die­ses Dienst­le­hen hat man sich in der Re­gel als land­wirt­schaft­li­ches Gut vor­zu­stel­len, auf dem zu­min­dest in spä­te­rer Zeit auch ei­ge­ne Ab­hän­gi­ge der Mi­nis­te­ria­len ar­bei­te­ten. Die dort er­wirt­schaf­te­ten Pro­duk­te er­mög­lich­ten die Er­fül­lung der Auf­ga­ben, die der Mi­nis­te­ri­al für den Erz­bi­schof über­neh­men muss­te, bei­spiels­wei­se die Aus­rüs­tung ei­nes Pfer­des mit Zu­be­hör zu mi­li­tä­ri­schen Zwe­cken. 

Das Le­hen war aber nicht nur Vor­aus­set­zung des Diens­tes, son­dern auch Ent­loh­nung für ge­leis­te­ten Dienst. Denn ei­ne Be­zah­lung in Geld­form ist nicht über­lie­fert, selbst wenn die Mi­nis­te­ria­len bei be­son­de­ren Ge­le­gen­hei­ten, zum Bei­spiel dem Ita­li­en­zug, auch Geld zu ih­rer Ver­sor­gung er­hiel­ten. Die Re­gel war dies aber nicht.

Aus dem Län­ge­ren Dienst­recht geht auch her­vor, dass die­se Le­hen ent­we­der von An­fang an erb­bar wa­ren oder zu­min­dest schon in ei­nem frü­hen Ent­wick­lungs­sta­di­um der Mi­nis­te­ria­li­tät erb­bar wur­den. Dies ist in­so­fern in­ter­es­sant, als dass es ne­ben dem Ver­bot von Le­hen- und Ei­gen­be­sitz auch ein Ver­bot der Ver­er­bung für Un­freie gab, das für die Mi­nis­te­ria­len im Erz­stift je­doch nicht von Be­deu­tung ge­we­sen zu sein scheint. 

Nicht nur Be­sitz und Le­hen konn­ten in Köln ver­erbt wer­den, auch das Amt be­zie­hungs­wei­se die Funk­ti­on als sol­che wur­de dem erst­ge­bo­re­nen Sohn vom Va­ter ver­erbt. Dies trug zu ei­ner (re­la­ti­ven) Ge­schlos­sen­heit der Mi­nis­te­ria­li­tät bei, da vie­le ih­rer Ver­tre­ter qua Ge­burt die­sen recht­li­chen Stand er­hiel­ten. Das gilt be­son­ders für die füh­ren­den Fa­mi­li­en, die die wich­tigs­ten Äm­ter im Erz­stift im Lau­fe des 12. Jahr­hun­derts un­ter sich auf­teil­ten und zum Teil über Jahr­hun­der­te in der Fa­mi­lie ver­erb­ten. Da­mit fiel aber auch ei­ner der we­sent­li­chen Grün­de weg, wes­halb im 11. Jahr­hun­dert vie­le Funk­tio­nen von Ade­li­gen auf Mi­nis­te­ria­le über­ge­gan­gen wa­ren: Die Ver­mei­dung der Ent­frem­dung von Be­sitz. Schon in der zwei­ten Hälf­te des 12. Jahr­hun­derts wa­ren Amt, Be­sitz und Le­hen in be­stimm­ten Fa­mi­li­en erb­lich ge­wor­den und dem Zu­griff des Erz­bi­schofs de fac­to ent­zo­gen. 

Gleich­zei­tig wur­de so der Ein­tritt wei­te­rer Un­frei­er in die Mi­nis­te­ria­li­tät aber im­mer un­wahr­schein­li­cher, da vie­le Funk­tio­nen dau­er­haft von Mit­glie­dern ein und der­sel­ben Fa­mi­lie be­setzt wur­den. Das hei­ßt je­doch nicht, dass die Mi­nis­te­ria­li­tät in Köln ein nach un­ten ab­ge­schlos­se­ner Ge­burts­stand ge­we­sen ist. Für 'Sei­ten­ein­stei­ger' gab es im­mer die Mög­lich­keit, be­stimm­te Po­si­tio­nen zu be­set­zen, bei­spiels­wei­se die bei­den Zöll­ner­äm­ter in Köln. Al­ler­dings muss­ten hier­für schon ge­wis­se Vor­aus­set­zun­gen er­füllt sein, vor al­lem in öko­no­mi­scher Hin­sicht.

We­ni­ger dicht als die Le­hen ist der Ei­gen­be­sitz von Mi­nis­te­ria­len be­legt. So­wohl aus den Dienst­rech­ten als auch aus den erz­bi­schöf­li­chen Ur­kun­den geht aber ein­deu­tig her­vor, dass Mi­nis­te­ria­le in der Re­gel auch Al­lod hat­ten. Le­dig­lich der Kauf und vor al­lem der Ver­kauf un­ter­la­gen der Zu­stim­mung des Erz­bi­schofs. 

5. Aufgaben und Funktionen von Ministerialen

In der zwei­ten Hälf­te des 12. Jahr­hun­derts wa­ren die Mi­nis­te­ria­len zah­len­mä­ßig und ih­rer Be­deu­tung nach auf ih­rem Hö­he­punkt. Rei­nald von Das­sel, Phil­ipp von Heins­berg und Adolf von Al­te­na sind in vie­ler­lei Hin­sicht be­son­ders ak­ti­ve Erz­bi­schö­fe ge­we­sen; sie ha­ben aber auch und vor al­lem für ih­re Herr­schafts­durch­set­zung sehr stark auf die Mi­nis­te­ria­len zu­rück­ge­grif­fen. 

5.1 In der Stadt Köln

In­ner­halb der Stadt Köln wa­ren Mi­nis­te­ria­le in ers­ter Li­nie in der Ver­wal­tung der Re­ga­li­en ein­ge­setzt und da­mit ein­her­ge­hend auch in der Aus­übung der Herr­schaft des Erz­bi­schofs über die Stadt. Die Re­ga­li­en um­fass­ten die ho­he Ge­richts­bar­keit, wei­ter das Recht, Zöl­le zu er­he­ben, Märk­te ab­zu­hal­ten und Mün­zen zu schla­gen. 

Thronsiegel des Erzbischofs Friedrich I. von Köln. (Rheinisches Bildarchiv, rba_L003727_87)

 

Ne­ben dem Stadt­vogt spiel­ten vor al­lem die bei­den Zöll­ner ei­ne be­deu­ten­de Rol­le in der Stadt. Bei den bei­den gut greif­ba­ren Zöll­nern Ger­hard Un­ma­ze (vor 1145-1198) und Karl von der Salz­gas­se (ge­stor­ben 1197-1215) lässt sich ei­ne Be­son­der­heit be­ob­ach­ten: Bei­de sind mit gro­ßer Wahr­schein­lich­keit kei­ne ge­bo­re­nen Mi­nis­te­ria­len ge­we­sen, son­dern erst spä­ter frei­wil­lig in die Mi­nis­te­ria­li­tät ein­ge­tre­ten. Au­ßer­dem stamm­te zu­min­dest Ger­hard aus ei­ner wohl­ha­ben­den Fa­mi­lie, so­dass ein so­zia­ler Auf­stieg, wie er für vie­le an­de­re Mi­nis­te­ria­le an­ge­nom­men wird, hier nur ein­ge­schränkt vor­liegt. Mög­li­cher­wei­se war ei­ne ge­ho­be­ne Her­kunft für die­ses Amt auch ex­pli­zit vom Erz­bi­schof ge­wünscht: So konn­ten Kennt­nis­se und Fä­hig­kei­ten im Be­reich von Fi­nan­zen und Zoll, so­wie ei­ne gu­te Ver­net­zung in­ner­halb der Stadt­be­völ­ke­rung ver­langt wer­den. Die­se Kennt­nis­se hat­te Ger­hard bei sei­ner Tä­tig­keit er­wor­ben, die er vor und wäh­rend sei­ner Amts­zeit als Zöll­ner aus­üb­te: Er war ge­werb­li­cher Grund­pfand­lei­her und hat­te auf die­se Wei­se um­fang­rei­chen Im­mo­bi­li­en­be­sitz in Köln er­wor­ben. Das Geld, dass er ver­lieh, hat­te er mög­li­cher­wei­se im Fern­han­del er­wor­ben, au­ßer­dem be­saß er meh­re­re Back­häu­ser und Kauf­hal­len. Ger­hard Un­ma­ze muss da­her als ein Mi­nis­te­ri­al gel­ten, für den sein Amt nur ei­ne Tä­tig­keit un­ter wei­te­ren war. Auch ist da­von aus­zu­ge­hen, dass er zwar of­fi­zi­ell in die Mi­nis­te­ria­li­tät ein­tre­ten muss­te, um Zöll­ner zu wer­den, ihm die recht­li­chen Ein­schrän­kun­gen, die for­mal im­mer noch mit die­sem Sta­tus ver­bun­den wa­ren, vor al­lem die Un­frei­heit, aber nicht mehr an­haf­te­ten. 

Bei­de Zöll­ner sind ver­hält­nis­mä­ßig sel­ten in der Um­ge­bung des Erz­bi­schofs zu fin­den. Da­her kön­nen sie als „bür­ger­li­che Mi­nis­te­ria­len“ (Knut Schulz) be­zeich­net wer­den, die ih­ren Wir­kungs­kreis deut­lich mehr in der Stadt als am Hof des Erz­bi­schofs hat­ten und wohl auch nicht son­der­lich eng an ih­ren Herrn ge­bun­den wa­ren. 

Ab­schlie­ßend muss ein Blick auf die Ak­ti­vi­tä­ten von Mi­nis­te­ria­len in den drei Selbst­ver­wal­tungs­or­ga­nen der Stadt Köln, den Pa­ro­chi­en, der Ri­cher­ze­che und dem Schöf­fen­kol­leg ge­wor­fen wer­den. In den Pa­ro­chi­en oder Kirch­spie­len lässt sich ih­re Be­tei­li­gung nicht ein­deu­tig nach­wei­sen, da­für aber deut­lich bes­ser in der Ri­cher­ze­che. Ger­hard Un­ma­ze und Karl von der Salz­gas­se be­klei­de­ten un­ter ei­ner Rei­he wei­te­rer Mi­nis­te­ria­le zeit­wei­se das Bür­ger­meis­ter­amt der Ri­cher­ze­che und wa­ren eng in die städ­ti­sche Selbst­or­ga­ni­sa­ti­on ein­ge­bun­den. Auch im Schöf­fen­kol­leg sind Ger­hard und Karl zu fin­den. Im Köl­ner Me­lio­rat, das hei­ßt in der von Kauf­leu­ten ge­präg­ten Ober­schicht, wa­ren sie fest in­te­griert. So trie­ben sie die Ent­frem­dung der Stadt­be­völ­ke­rung vom Erz­bi­schof mit vor­an, ob­wohl sie gleich­zei­tig in des­sen Diens­ten stan­den. Der Mi­nis­te­ria­li­tät kommt da­mit ei­ne zwie­ge­spal­te­ne Rol­le zu: Zum ei­nen wa­ren sie In­stru­men­te des Erz­bi­schofs, die des­sen Ein­fluss in die Stadt tra­gen soll­ten. Zum an­de­ren hat­ten sie we­sent­lich An­teil dar­an, dass ge­nau die­ser Ein­fluss im­mer mehr schwand und die Bür­ger ih­re An­ge­le­gen­hei­ten zu­neh­mend selbst re­gel­ten. 

Ähn­li­ches lässt sich auch für Mainz und Trier kon­sta­tie­ren. In Trier gab es 1066 und 1131/1132 von Mi­nis­te­ria­len an­ge­führ­te Auf­stän­de ge­gen die erz­bi­schöf­li­che Stadt­herr­schaft, in Mainz 1105, 1115 und 1158-1160. Für bei­de Städ­te gilt, dass die Eman­zi­pa­ti­on vom Stadt­herrn ganz we­sent­lich von der Mi­nis­te­ria­li­tät ge­tra­gen wur­de. Knut Schulz spricht in die­ser Hin­sicht gar von ei­ner „re­vo­lu­tio­nä­ren Hal­tun­g“ der Dienst­leu­te. Dass dies in Köln nicht der Fall war, lag vor al­lem dar­an, dass sich die Mi­nis­te­ria­li­tät in die­ser Stadt nicht als ei­ne ein­heit­li­che Grup­pe zu­sam­men­schloss und or­ga­ni­sier­te. Mi­nis­te­ria­le wa­ren in ganz ver­schie­de­nen po­li­ti­schen und wirt­schaft­li­chen Be­rei­chen der Stadt zu fin­den. Das ein­zi­ge, was sie un­ter­ein­an­der ver­band, war ih­re recht­li­che Un­frei­heit. Zu ei­nem Zu­sam­men­schluss, der der Durch­set­zung po­li­ti­scher Zie­le hät­te die­nen kön­nen, ist es nicht ge­kom­men.

5.2 Auf Burgen

Über die kon­kre­ten mi­li­tä­ri­schen Auf­ga­ben der Mi­nis­te­ria­len auf Bur­gen lässt sich auf­grund feh­len­der Quel­len we­nig Kon­kre­tes sa­gen. Oh­ne­hin war die Burg so­wohl für den Erz­bi­schof als auch für die Mi­nis­te­ria­len erst ein­mal ein Sym­bol, das Macht und Herr­schaft dar­stell­te. Mi­nis­te­ria­le, die mit der Burghut be­traut wa­ren, hat­ten vor al­lem die Auf­ga­be, den Erz­bi­schof in der Re­gi­on zu ver­tre­ten und sei­ne Macht­an­sprü­che zu sym­bo­li­sie­ren. Des Wei­te­ren soll­ten sie sei­ne re­al exis­tie­ren­de Herr­schaft durch­set­zen, was aber viel­mehr auf dem We­ge der zi­vi­len Ver­wal­tung ge­schah als auf mi­li­tä­ri­schem. Über Mi­nis­te­ria­le, die im 12. und 13. Jahr­hun­dert im Erz­stift selbst Bur­gen bau­ten, lie­gen kei­ne Nach­rich­ten vor. In an­de­ren Tei­len des Rei­ches hat es dies aber durch­aus ge­ge­ben. 

Köl­ner Bur­gen, die nach­weis­lich mit Mi­nis­te­ria­len be­setzt wa­ren, wa­ren im Hoch­mit­tel­al­ter Vol­marstein, Al­pen, Pad­berg, Wol­ken­burg, Dra­chen­fels und Ro­lands­eck. An ei­nem Bei­spiel soll im Fol­gen­den die Funk­ti­on von Mi­nis­te­ria­len auf Bur­gen dar­ge­stellt wer­den.

Skulptur von Gerhard Unmaze am Kölner Rathausturm. (Stadtkonservator Köln)

 

Die Burg Pad­berg im Sau­er­land wur­de 1120 von Fried­rich I. für das Erz­stift er­wor­ben. Zur Ver­wal­tung und mi­li­tä­ri­schen Ver­tei­di­gung der Burg wur­den Mi­nis­te­ria­le ein­ge­setzt, die sich schon bald nach der Burg nann­ten und ein Mi­nis­te­rialen­ge­schlecht bil­de­ten, in­ner­halb des­sen sich das Burghut­amt im­mer wei­ter­ver­erb­te. Die Be­deu­tung der Burg re­sul­tier­te vor al­lem aus dem an­hal­ten­den Kon­flikt des Erz­stif­tes mit den Her­ren von Schwa­len­berg-Wal­deck, die um 1120 eben­falls be­gan­nen, in Süd­west­fa­len Be­sitz zu kau­fen.

Thronsiegel des Erzbischofs Friedrich I. von Köln. (Rheinisches Bildarchiv, rba_L003727_87)

 

Be­son­ders in­ter­es­sant ist die Ver­bin­dung der Mi­nis­te­ria­len von Pad­berg zum 1170 von Phil­ipp von Heins­berg ge­stif­te­ten Klos­ter Bre­delar. Ein gro­ßer Teil der Gü­ter, mit de­nen Phil­ipp das Prä­mons­tra­ten­se­rin­nen­klos­ter aus­stat­te­te, hat­ten ei­gent­lich die Pad­ber­ger von ihm zu Le­hen be­ses­sen. Als Aus­gleich für die­sen Ver­lust über­trug der Erz­bi­schof ih­nen die Vog­tei über das Klos­ter. Zu­sätz­lich er­hiel­ten sie Al­lod, das hei­ßt Ei­gen­be­sitz in ver­schie­de­nen Or­ten in der Nä­he. An die­sem Vor­gang wird be­reits deut­lich, wel­che Be­deu­tung die Pad­ber­ger Mi­nis­te­ria­len er­langt hat­ten. Dass sie mit Gü­tern be­lehnt wa­ren, macht deut­lich, dass sie in die­ser Hin­sicht kei­nes­wegs mehr Un­freie wa­ren. Schlie­ß­lich zeigt die Be­leh­nung mit der Vog­tei, dass sie ei­ne ei­gen­stän­di­ge Grö­ße in der Re­gi­on und in der La­ge wa­ren, die öf­fent­li­che Ord­nung auf­recht zu hal­ten. Ne­ben Bre­delar för­der­ten die Pad­ber­ger Mi­nis­te­ria­len auch das Be­ne­dik­ti­ner­klos­ter Flech­torf, in­dem Gott­schalk von Pad­berg und sei­ne Frau Lu­di­gar­dis die­sem ver­schie­de­ne Grund­stü­cke über­tru­gen. Im 13. Jahr­hun­dert ge­lang es den Pad­ber­gern, ei­ne ei­ge­ne klei­ne al­lo­dia­le Herr­schaft in Süd­ost­west­fa­len auf­zu­bau­en, oh­ne im Zu­ge die­ser Selbst­stän­dig­keits­be­stre­bun­gen in Kon­flikt mit dem Erz­bi­schof zu ge­ra­ten, dem die stell­ver­tre­ten­de Herr­schafts­durch­drin­gung die­ses ent­fernt von den Zen­tren des Erz­stif­tes lie­gen­den Rau­mes nicht un­ge­le­gen kam und der die Pad­ber­ger im Lau­fe des 13. Jahr­hun­derts durch Lehn­s­auf­tra­gun­gen in die ent­ste­hen­de ter­ri­to­ria­le Herr­schaft des Erz­stif­tes ein­band. 1263 wa­ren die Mi­nis­te­ria­len in der Po­si­ti­on, dem na­he­ge­le­ge­nen Ort Pad­berg die Stadt­rech­te zu ver­lei­hen. 

5.3 In Städten

Städ­te, in de­nen der Erz­bi­schof wie in Köln Stadt­herr war, wa­ren im Hoch­mit­tel­al­ter Bonn, An­der­nach, Xan­ten, Rees, Neuss und Soest. In die­sen Städ­ten wa­ren Mi­nis­te­ria­le zur Herr­schafts­aus­übung ein­ge­setzt. In Bonn er­folg­te die­se durch Mün­zer, Markt­auf­se­her, Schöf­fen und Zöll­ner, in An­der­nach durch Schult­heißen und Schöf­fen. Soest ist in­so­fern be­son­ders in­ter­es­sant, als die Stadt das Zen­trum des west­fä­li­schen Teils des Erz­stifts war. Der be­deu­tends­te Mi­nis­te­ri­al in Soest war der Schult­heiß, der durch das Feh­len ei­nes Schöf­fen­kol­legs ei­ne be­acht­li­che Macht­stel­lung in der Stadt ma­ni­fes­tie­ren konn­te. Erz­bi­schof Rei­nald von Das­sel bau­te sei­nen Ein­fluss in der Stadt ge­zielt aus. Ab 1166 tau­chen auf­fäl­lig vie­le Mi­nis­te­ria­le aus Soest in den Ur­kun­den auf. Vor al­lem nach dem Auf­stieg der Köl­ner Erz­bi­schö­fe zu Her­zö­gen von West­fa­len ge­wann die Stadt für sie an Be­deu­tung für die Aus­übung von Macht und Herr­schaft in West­fa­len. Al­ler­dings wa­ren die Soes­ter Mi­nis­te­ria­len eng an ih­re Stadt ge­bun­den und fin­den sich nur sel­ten jen­seits ih­rer Gren­zen oder so­gar in Köln. 

5.4 In Grundherrschaften

Ver­hält­nis­mä­ßig schwer nach­zu­wei­sen sind Mi­nis­te­ria­le in den Grund­herr­schaf­ten des Erz­stifts, al­so auf land­wirt­schaft­li­chen Gü­tern. Da­bei stam­men die meis­ten Mi­nis­te­ria­len von Vil­li­ka­tio­nen, das hei­ßt ei­nem Zu­sam­men­schluss von meh­re­ren land­wirt­schaft­li­chen Be­triebs­stät­ten, oder tre­ten zum ers­ten Mal in die­sem Rah­men auf. Auch mit der Auf­lö­sung der Vil­li­ka­ti­ons­ver­fas­sung sind die auf­stei­gen­den Mi­nis­te­ria­len eng ver­bun­den: Sie sind zum ei­nen Aus­lö­ser die­ser im Hoch­mit­tel­al­ter ab­lau­fen­den Ver­än­de­run­gen, zum an­de­ren aber auch ih­re Re­sul­ta­te. 

Mi­nis­te­ria­le, die sich nach ei­ner Grund­herr­schaft nen­nen, sind Hein­rich von Al­ten­dorf, Al­me­ri­co von Wor­mers­dorf so­wie ver­schie­de­ne Mi­nis­te­ria­le aus Alf­ter, Le­che­nich und Born­heim. So­wohl Hein­rich als auch Al­me­ri­co tau­chen in der ers­ten Hälf­te des 12. Jahr­hun­derts häu­fig in der Um­ge­bung des Erz­bi­schofs auf. Wel­che Funk­ti­on sie in den Grund­herr­schaf­ten ge­nau aus­üb­ten, lässt sich nicht sa­gen, es ist je­doch an­zu­neh­men, dass sie zu ei­ner Art Ver­wal­ter auf­ge­stie­gen wa­ren und in ei­nem nächs­ten Schritt den An­schluss an den Hof des Erz­bi­schofs ge­fun­den hat­ten. An­ders liegt die Sa­che bei den von Alf­ter, die ab dem En­de des 12. Jahr­hun­derts das Hof­amt des Mar­schalls be­klei­de­ten und zu den engs­ten Be­ra­tern des Erz­bi­schofs ge­hör­ten. Zu­dem ver­erb­te sich das Amt über meh­re­re Ge­ne­ra­tio­nen in der Fa­mi­lie. Der Mi­nis­te­ria­len­fa­mi­lie von Alf­ter ge­lang ein so­zia­ler Auf­stieg, der sich auch in ei­ner Klos­ter­po­li­tik und im Be­sitz von ei­ge­nen Ab­hän­gi­gen wi­der­spie­gelt. Die Mi­nis­te­ria­len von Le­che­nich stie­gen im 13. Jahr­hun­dert so­gar zu Burg­gra­fen auf, nach­dem die Erz­bi­schö­fe dort ei­ne Burg­an­la­ge hat­ten er­rich­ten las­sen. Aus der Mi­nis­te­ria­len­fa­mi­lie von Born­heim stammt der Grün­der des Klos­ters Schil­lings­ca­pel­len bei Swist­tal-Düns­te­ko­ven, Wil­helm Schil­ling. Auch die Tä­tig­keit in ei­ner Grund­herr­schaft konn­te al­so Grund­la­ge ei­nes so­zia­len Auf­stiegs sein. 

Wappen des Adelsgeschlechts von Padberg, aus: Von Spießen, Max: Wappenbuch des Westfälischen Adels, Görlitz 1901-1903/Band 2/Tafel 238. (Gemeinfrei)

 

6. Entwicklung im 13. Jahrhundert

Im Zu­ge des deut­schen Thron­strei­tes am En­de des 12. und zu Be­ginn des 13. Jahr­hun­derts, der auch im Rhein­land aus­ge­foch­ten wur­de, kam es zu ei­nem et­wa 15 Jah­re an­dau­ern­den Be­deu­tungs­ver­lust der Mi­nis­te­ria­len. An­de­re po­li­ti­sche, ad­mi­nis­tra­ti­ve und mi­li­tä­ri­sche Schwer­punk­te und ei­ne all­ge­mei­ne Des­or­ga­ni­sa­ti­on des Erz­stif­tes tru­gen da­zu bei, dass die Mi­nis­te­ria­len nicht mehr die Rol­le spiel­ten wie in der zwei­ten Hälf­te des 12. Jahr­hun­derts. Erz­bi­schof En­gel­bert von Berg ver­such­te die Ord­nung so­wohl im Erz­stift als auch ins­be­son­de­re in der Stadt Köln wie­der­her­zu­stel­len, was ihm in gro­ßen Tei­len auch ge­lang. Er griff da­zu er­neut auf die Mi­nis­te­ria­len zu­rück, aber nicht mehr in dem Ma­ße, wie es die Erz­bi­schö­fe im 12. Jahr­hun­dert ge­tan hat­ten.

Be­rück­sich­tigt wer­den muss die sich im Lau­fe des 13. Jahr­hun­derts än­dern­de Quel­len­la­ge, die es schwie­rig macht, Mi­nis­te­ria­le als sol­che zu iden­ti­fi­zie­ren. Die Zeu­gen­lis­ten, die bis­her in den meis­ten erz­bi­schöf­li­chen Ur­kun­den als Be­glau­bi­gungs­mit­tel ge­dient hat­ten und an­hand de­rer sich vie­le Mi­nis­te­ria­le iden­ti­fi­zie­ren las­sen, fin­den sich ab Erz­bi­schof Hein­rich I. im­mer sel­te­ner, so­dass auch die Zahl der fass­ba­ren Mi­nis­te­ria­len deut­lich zu­rück­geht. Gleich­zei­tig wird der Be­griff mi­nis­te­ria­les in den Ur­kun­den im­mer we­ni­ger ver­wen­det und zum Teil durch den Be­griff mi­li­tes er­setzt. Ins­ge­samt be­deu­ten die­se Ent­wick­lun­gen, dass es im­mer schwie­ri­ger wird, Mi­nis­te­ria­le in den Quel­len zu grei­fen. Dar­aus darf aber nicht ge­schluss­fol­gert wer­den, dass es wirk­lich we­ni­ger Mi­nis­te­ria­le ge­ge­ben hat. Dass das trotz­dem so war, lässt sich je­doch an äu­ße­ren Um­stän­den plau­si­bel ma­chen.

Im 13. Jahr­hun­dert kam es so­wohl zu ei­nem Be­deu­tungs­ver­lust der Mi­nis­te­ria­len als auch zu ih­rer In­te­gra­ti­on in an­de­re ge­sell­schaft­li­che Grup­pen. Die Vor­aus­set­zun­gen, un­ter de­nen in Köln und im Erz­stift Po­li­tik ge­macht wer­den konn­te, wa­ren an­de­re als im 12. Jahr­hun­dert. Der Ein­fluss des Erz­bi­schofs auf die Stadt schwand im­mer wei­ter und war nach 1288 nur noch in Res­ten vor­han­den. Da­mit ein­her­ge­hend wur­den auch die Mi­nis­te­ria­len in der Ver­wal­tung der Re­ga­li­en im­mer un­wich­ti­ger, denn die­se ging zu­neh­mend an die Stadt­be­völ­ke­rung über. Die Kon­se­quenz dar­aus war der Wech­sel der Mi­nis­te­ria­len von der erz­bi­schöf­li­chen in die städ­ti­sche Ver­wal­tung. Die wirt­schaft­li­che und so­zia­le Stel­lung, die vie­le mitt­ler­wei­le er­reicht hat­ten, und die da­mit ein­her­ge­hen­de Lo­cke­rung der Bin­dun­gen an den Erz­bi­schof lie­ßen sie die­sen Wech­sel oh­ne In­ter­ven­ti­on ih­res Herrn voll­zie­hen.

In Ge­gen­den au­ßer­halb Kölns ge­lang vie­len Mi­nis­te­ria­len der An­schluss ans Rit­ter­tum und da­mit an den nie­de­ren Adel. Dem Zu­griff des Erz­bi­schofs wa­ren sie so noch nicht kom­plett ent­zo­gen, denn im Rah­men des Lehn­sys­tems konn­ten sie als freie und/oder klei­ne ade­li­ge Va­sal­len im­mer noch in der herr­schaft­li­chen Durch­drin­gung und be­gin­nen­den Ter­ri­to­ria­li­sie­rung ein­ge­setzt wer­den. Auch hier hat­ten sich die Be­din­gun­gen für Po­li­tik aber in­so­fern ge­än­dert, als dass ein­zel­ne Per­so­nen oder Fa­mi­li­en in be­stimm­ten Re­gio­nen ei­ne ver­hält­nis­mä­ßig selbst­stän­di­ge Po­li­tik be­trei­ben konn­ten und sie nun we­ni­ger ei­ner von oben nach un­ten ge­rich­te­ten Be­fehls­ket­te un­ter­wor­fen wa­ren. 

Die Mi­nis­te­ria­len am Hof hat­ten es ver­gleichs­wei­se schwie­ri­ger, neue An­schluss­mög­lich­kei­ten und Be­tä­ti­gungs­fel­der zu fin­den. Zu­dem bot sich für sie noch am ehes­ten die Mög­lich­keit, ih­re Funk­ti­on wei­ter aus­zu­üben, denn der Hof blieb be­ste­hen, nur, dass er sich jetzt in Bonn statt in Köln auf­hielt. Die­ses Ver­hal­ten lässt sich et­wa beim Käm­me­rer be­ob­ach­ten, wäh­rend der Stadt­vogt den An­schluss ans Köl­ner Bür­ger­tum such­te, ihn aber nur be­dingt fand. 

7. Fazit

Die Mi­nis­te­ria­len wa­ren in vie­len ver­schie­de­nen ge­sell­schaft­li­chen Be­rei­chen an­zu­tref­fen­de Mit­glie­der ei­ner Grup­pe, die recht­lich und so­zi­al de­fi­niert wer­den kann. Ihr we­sent­li­ches Kenn­zei­chen war die en­ge Bin­dung an ih­ren Herrn, die vor al­lem in ih­rer Un­frei­heit zum Aus­druck kam. Sie wa­ren im 11. und 12. Jahr­hun­dert zu­ver­läs­si­ge Stüt­zen der erz­bi­schöf­li­chen Herr­schaft im Rhein­land. Zu ei­ner Lo­cke­rung der Bin­dun­gen kam es im Lau­fe des 13. Jahr­hun­derts, als sich die Grund­la­gen des po­li­ti­schen Han­delns und der Herr­schafts­aus­übung wan­del­ten. Da­mit ging auch die Be­deu­tung der Mi­nis­te­ria­len ver­lo­ren und sie gin­gen in an­de­ren ge­sell­schaft­li­chen Grup­pen auf, et­wa dem Bür­ger- oder dem Rit­ter­tum. 

Mi­nis­te­ria­le wa­ren aber nicht nur In­stru­men­te der Herr­schaft, son­dern auch selbst­stän­dig han­deln­de Sub­jek­te. Ge­ra­de durch ih­re Nä­he zum Erz­bi­schof ent­wi­ckel­ten ei­ni­ge von ih­nen ei­ne so­zia­le Mo­bi­li­tät, die bis da­hin in nur sehr be­grenz­tem Um­fang mög­lich ge­we­sen war. Sie er­kann­ten das Po­ten­ti­al, das die ih­nen zu­ge­wie­se­nen Funk­tio­nen auch für das per­sön­li­che Fort­kom­men bar­gen und be­gan­nen, in ih­rer je­wei­li­gen Le­bens­welt ei­ge­ne Macht­struk­tu­ren auf­zu­bau­en, in der Stadt Köln bei­spiels­wei­se durch be­wuss­te In­te­gra­ti­on in die ent­ste­hen­den Selbst­ver­wal­tungs­or­ga­ne der Stadt und durch wirt­schaft­li­che Ak­ti­vi­tä­ten, in länd­li­chen Re­gio­nen durch den Auf­bau ei­ge­ner klei­ner Herr­schaf­ten im Um­feld der von ih­nen be­setz­ten Bur­gen. 

Die Ver­än­de­run­gen, de­nen die Ge­sell­schaft so­wohl in der Stadt als auch auf dem Land im Hoch­mit­tel­al­ter un­ter­wor­fen war, wur­den von den Mi­nis­te­ria­len vor­an­ge­trie­ben; wie sie um­ge­kehrt auch Re­sul­ta­te die­ser Ver­än­de­run­gen wa­ren. Mi­nis­te­ria­li­tät ist auch im Köl­ner Erz­stift als ein zen­tra­les ge­sell­schaft­li­ches Phä­no­men des ho­hen Mit­tel­al­ters zu se­hen. 

Quellen

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La­com­blet, Theo­dor Jo­seph (Be­arb.), Ur­kun­den­buch für die Ge­schich­te des Nie­der­rheins, Bän­de 1 u. 2, Düs­sel­dorf 1840/1846, ND Aa­len 1966.

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Engelbert I. von Berg, Erzbischof und Heiliger von Köln (1182-1225). (Rheinisches Bildarchiv, rba_005598)

 
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Schmitt, Fabian, Die Ministerialen des Kölner Erzstifts im Hochmittelalter, in: Internetportal Rheinische Geschichte, abgerufen unter: https://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Epochen-und-Themen/Themen/die-ministerialen-des-koelner-erzstifts-im-hochmittelalter/DE-2086/lido/6023c9644d31b0.79618742 (abgerufen am 13.08.2022)